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Monika Funke Stern, Gerda Leopold, Unding Undine, 1981, 15 Min. (Standbild), © Monika Funke Stern, Gerda Leopold

 

Kollaborative Assemblagen

BERLIN

MONIKA FUNKE STERN / PROJEKTGRUPPE AMA-ZONE

 

24. September 2026

19:00

 

In dieser Ausgabe von Kollaborative Assemblagen werfen wir einen Blick auf Berlin. In den 80er Jahren bildete sich an der Hochschule der Künste (heute UdK) eine Fraueninitiative. In dieser war die Filmemacherin und damalige Dozentin an der HDK Monika Funke Stern aktiv. Ihr war es wichtig, dass ihre Studierenden Filme von weiblichen Filmemacher_innen kennenlernen, und sie ermutigte sie auch, selbst die Kamera in die Hand zu nehmen und zu filmen. So entstand unter anderem das Filmprojekt AMA Zone, in dem einzelne Studierende eine Episode eines gemeinsamen Films konzipieren und verwirklichen sollten. An diesem Abend dreht sich alles um kollaborative Filmprojekte.

 

 

PROGRAMM

Monika Funke Stern, Netze, 1978, 16 mm (digitalisiert), 7 Min.

Monika Funke Stern, Gerda Leopold, Unding Undine, 1981, 16 mm (digitalisiert), 15 Min.

Ausschnitte aus dem AMA Zone Filmprojekt:

Roswitha Baumeister, AMA Zone 2, 1982, Super 8 (digitalisiert), 10 Min.

Julia von Randow, Dagmar Schuricht, AMA Zone 3, 1982, Super 8 (digitalisiert), 13 Min.

Monika Funke Stern, Im Ernstfall nicht verfügbar, 1983, 16 mm (digitalisiert), 15 Min.

 

 

GÄST_INNEN

Roswitha Baumeister, Monika Funke Stern, Julia von Randow

Filmprogramm mit englischen Untertiteln

Gespräch in deutscher Sprache

 

ORT

Künstlerhaus Bethanien

Kottbusser Str. 10

10999 Berlin

 

EINTRITT:

Donation

 

Roswitha Baumeister (*1954, Trier)

versteht sich als Lichtgärtnerin und gestaltende Sammlerin, u. a. im öffentlichen Raum: mit Licht, Bild im Beton, Super 8-Film, Glas, Performance; Arbeitsthemen sind: Repräsentation von Frauen, Geschlecht als Fassade, Gedächtnis der Stadt; SPIEL.RAUM

Monika Funke Stern (*1943, Bergisch Gladbach)

Autorin, Regisseurin, Produzentin, Medienkünstlerin. Monika Funke Stern ist Gründerin der Galerie Die Werkstatt e.V. in Berlin und Mitinitiatorin von Confu-Baja Video. Von 1973 bis 1985 lehrte sie an der Universität der Künste Berlin im Fachbereich Visuelle Kommunikation und sie hatte eine Gastdozentur für Videoproduktion an der Film- und Fernsehakademie Berlin inne. Zuletzt war sie von 1987 bis 2008 Professorin für Audiovisuelles Design am Fachbereich Design der Fachhochschule Düsseldorf. Weltweit hielt sie zahlreiche Workshops und Vorträge, unter anderen in Italien, Frankreich, Brasilien, Elfenbeinküste, Nigeria und auf den Philippinen. Außerdem war sie Mitglied mehrerer Auswahlkommissionen und Jurys für Film- und Videofestivals. 2002 wurde sie für den Regiepreis NRW nominiert. Monika Funke Stern ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Julia von Randow

studierte in den Achtzigern an der HdK Berlin, machte mit ihrer Band „Das Papst“ Musik und realisierte 1982 gemeinsam mit Dagmar Schuricht die Super-8-Episode AMA Zone 3. Viele Jahre arbeitete sie in der Leitung des Berliner Lette-Vereins Heute arbeitet sie als Coach und Trainerin und leitet u.a. Workshops an der Lette-Akademie. Ihre Praxis gründet im BodyLearning: Der Körper ist die erste Erkenntnisquelle, die Reflexion folgt, und am Ende wird alles wieder im Körper überprüft. 2018 gründete sie mit Julia Johannsen das Institut für Systemisches LACHEN.

 

 


 

 

Kollaborative Assemblagen ist eine vierteilige Reihe von Filmabenden mit Experimentalfilmen, die unterschiedlichen Facetten feministischer, kollaborativer Arbeitsweisen in den 1970er und 1980er Jahren nachspürt – Arbeitsweisen, die existenziell für die im Experimentalfilm tätigen Frauen* waren. Die Episoden widmen sich den Experimentalfilmszenen in den Städten Wien, Hamburg und Berlin.

Kollaborative Assemblagen richtet den Fokus auf Gefüge von Praktiken, die es Frauen* ermöglichten, selbstbewusster, versierter und – was besonders wichtig ist – in immer größerer Anzahl in den Experimentalfilmszenen der 1980er Jahre aufzutreten. Es geht um verschiedene Initiativen, Zusammenschlüsse, offizielle wie inoffizielle Gruppen. Der Austausch von Wissen über Technik, filmische Methoden und ästhetische Formen sowie der Zugang zur Technik waren essenzielle Anliegen. Es ging aber auch darum, sich gegenseitig zu motivieren und beim Filmen zu helfen. Die Initiativen boten zudem eine Bühne für (queer)feministischen Aktivismus und selbstbestimmte Kulturproduktion.

Diese oft freundschaftlich geprägten kollaborativen Assemblagen nahmen keine einheitliche Form an und bewegten sich zwischen spontanen Zusammenschlüssen und stärker organisierten Strukturen. Beispielsweise traten sie als selbst gemachte Bedienungsanleitungen für die Benutzung einer bestimmten Kamera, als gemeinschaftliche Nutzung von Equipment, als unterstützendes Gespräch, als gemeinsames Filmprojekt oder als Filmwerkstatt in Erscheinung. In ihren vielfältigen Formen hatten sie die Wirkung, den Experimentalfilmbereich zu dekonstruieren und neue Aktivitätsräume für Frauen* zu erschließen. Die einzelnen Assemblagen hatten unterschiedliche Lebensdauern und nur wenige haben ihre eigenen Aktivitäten dokumentiert. Meist sind sie nur mündlich durch Zeitzeug*innen überliefert, was auf die Fragilität dieses Wissens hindeutet.

In vier Filmabenden wird eine Auswahl von Experimentalfilmen und -videos präsentiert, die innerhalb solcher kollaborativen Assemblagen entstanden sind. Die Beispiele stammen aus Wien, Hamburg und Berlin. Jeder Abend ist einer Stadt gewidmet und wird von Diskussionen mit den Filmemacher*innen begleitet.

 

Die Reihe ist eine Kooperation zwischen dem Künstlerhaus Bethanien und attaque[e]r le visible und wird von Lawinia Rate kuratiert.

 

Letzter Termin dieser Serie:

22.10.2026, 19:00 Uhr

Kollaborative Assemblagen / Berlin II

 

 

 

 

*****ENGLISH*****

Collaborative Assemblages

BERLIN

MONIKA FUNKE STERN / PROJEKTGRUPPE AMA-ZONE

 

24 September 2026

start 7 p.m.

In this edition of Collaborative Assemblages, we take a look at Berlin. In the 1980s, a women’s initiative was set up at the University of the Arts (now the UdK). Monika Funke Stern, a filmmaker and lecturer at the HDK at the time, played an active role in this initiative. She felt it was important for her students to become familiar with films by female filmmakers, and she also encouraged them to pick up a camera and start filming themselves. One result of these efforts was the AMA Zone film project, in which students were tasked with conceiving and producing an episode of a collaborative film. This evening is all about collaborative film projects.

 

PROGRAMME

Monika Funke Stern, Netze [Nets], 1978, 16 mm (digitised), 7 mins

Monika Funke Stern, Gerda Leopold, Unding Undine [Absurdity Undine], 1981, 16 mm (digitised), 15 mins

Excerpts from the AMA Zones project:

Roswitha Baumeister, AMA Zone 2, 1982, Super 8 (digitised), 10 mins

Julia von Randow, Dagmar Schuricht, AMA Zone 3, Super 8 (digitised), 13 mins

Monika Funke Stern, Im Ernstfall nicht verfügbar [Not available in an emergency], 1983, 16 mm (digitised), 15 mins


Guests: Roswitha Baumeister, Monika Funke Stern, Julia von Randow

The discussion will be held in German, films with English subtitles

 

VENUE:

Künstlerhaus Bethanien

Kottbusser Str. 10

10999 Berlin

 

ENTRY:

Donation

 

 

Roswitha Baumeister (*1954, Trier)

sees herself as a light gardener and a creative collector, including in public spaces; with light, images in concrete, Super 8 film, glass and performance; her themes include: the representation of women, gender as a façade, the memory of the city; SPIEL.RAUM

Monika Funke Stern (*1943, Bergisch Gladbach)

is an author, director, producer and media artist. She is the founder of the galery Die Werkstatt e.V. in Berlin and a co-initiator of Confu-Baja Video. From 1973 to 1985, she taught in the Department of Visual Communication at Berlin University of the Arts, also holding a visiting lectureship in video production at the Berlin Film and Television Academy during this period. From 1987 to 2008, she was a professor of audiovisual design in the Department of Design at the University of Applied Sciences in Düsseldorf. She has held numerous workshops and given lectures worldwide, including in Italy, France, Brazil, the Ivory Coast, Nigeria, and the Philippines. She has also served on several selection committees and juries for film and video festivals. In 2002, she was nominated for the NRW Director’s Award. Monika Funke Stern is a member of the German Film Academy.

Julia von Randow

She studied at the HdK Berlin in the 1980s, played music with her band “Das Papst” and, in 1982, co-directed the Super 8 episode “AMA Zone 3” with Dagmar Schuricht. For many years, she worked as a managemer of the Berlin-based Lette Association. Today, she works as a coach and trainer and leads workshops at the Lette Academy, amongst other things. Her practice is based on BodyLearning: the body is the primary source of insight; reflection follows; and ultimately, everything is checked against the body once more. In 2018, she founded the Institute for Systemic Laughter together with Julia Johannsen.

 

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Collaborative Assemblages is a four-part series of experimental film screenings that explores various facets of feminist, collaborative working methods in the 1970s and 1980s—working methods that were of vital importance to women* active in experimental film. The episodes focus on experimental film scenes in Vienna, Hamburg and Berlin.

Collaborative Assemblages delves into the networks of practices that enabled women* to appear with greater self-confidence, greater expertise and, most importantly, in ever-increasing numbers within the experimental film scenes of the 1980s. It centres on various initiatives, collectives, and both official and unofficial groups. Exchanging knowledge about technology, filmmaking methods, and aesthetic forms, as well as sharing access to equipment, were key concerns within these assemblages. However, it was also about motivating one another and assisting with filming. The initiatives also provided a platform for (queer)feminist activism and self-determined cultural production.

These collaborative assemblages, often characterised by a spirit of friendship, did not adopt a uniform shape and were organised to varying degrees. They took various guises, such as self-made guidebooks on how to use a particular camera, the sharing of equipment, supportive discussions, and joint film projects or workshops. In their unformed state, they had the effect of deconstructing the experimental film scene and opening up new spaces for women* to become involved. The individual assemblages had varying lifespans, and only a few documented their own activities. For the most part, knowledge of them has been passed down only orally by contemporary witnesses, which highlights the fragility of this information.

A selection of experimental films and videos created within such assemblages will be presented across four screenings. The examples come from Vienna, Hamburg and Berlin. Each evening will be dedicated to one city and will feature discussions with filmmakers.

 

The series is a collaboration between Künstlerhaus Bethanien and attaque[e]r le visible, curated by Lawinia Rate.

 

The last event in the series:

22.10.2026, 7 pm

Collaborative Assemblages / Berlin II

 

 
 

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